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Fusionsprozess

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Newsletter Juni 2021

Pfarrgemeinderäte Bad Ems / Nassau und Lahnstein bereiten Fusion vor.

Die katholischen Pfarreien St. Martin Bad Ems / Nassau und St. Martin Lahnstein fusionieren zu einer neuen Großpfarrei zum 01. Januar 2022. Viele Stunden Arbeit im Hintergrund wurden von den bisherigen einzelnen Ausschüssen, Pfarr- und Verwaltungsräten, Arbeitsgruppen und Hauptamtlichen schon investiert, bevor es eine erste gemeinsame Sitzung der Pfarrgemeinderäte zur Beratung der „Vereinbarung zur bischöflichen Entscheidung über die Neuordnung der Katholischen Pfarreien St. Martin Bad Ems / Nassau und Sankt Martin Lahnstein“ kam. Der erste Teil konnte dann auch unter Pandemiebedingungen mit einer Videokonferenz bis auf wenige Änderungswünsche festgelegt werden. So wird die neue Pfarrei den Namen „St. Martin und St. Damian Rhein-Lahn“ tragen, in Anlehnung auf den bisherigen Heiligen Martin, den beide Pfarreien ja besaßen. Den heiligen Damian (de Veuster), der ja der Ordensgemeinschaft der Arnsteiner Patres angehört hat, in den Namen aufzunehmen, war beiden Räten ein Bedürfnis, weil die Arnsteiner Patres in den fast 100 letzten Jahren in der Region zwischen Obernhof und Lahnstein sehr segensreich gewirkt haben und hierfür galt es, ein Zeichen zu setzen und daran bei der Neugründung zu erinnern.

Beide Pfarrgemeinderäte sind sich einig, dass die Kirche vor Ort als Ansprechpartner sehr wichtig ist. Es wird weiterhin versucht, ein flächendeckendes Angebot für die Gläubigen zu bieten. Im Laufe der Zeit werden immer wieder Veränderungen notwendig sein und alternative Gottesdienstangebote durch hauptamtliche pastorale Mitarbeiter*innen und engagierte Ehrenamtliche und entwickelt werden. Hier wird auch die Lokale Kirchentwicklung eine wichtige Rolle spielen. Die Ortsauschüsse sollen mit eigenen Kompetenzen und Freiräumen ausgestattet werden. Die Büros bleiben in Lahnstein und Bad Ems erhalten, wobei der Sitz des Zentralen Pfarrbüros in Lahnstein und die Pfarrkirche der neuen Pfarrei die St. Martin Kirche in Bad Ems ist, da diese relativ zentral in der Mitte der Pfarrei und auch in der Kreisstadt liegt.

Weiterhin sind noch einige Detailfragen zu klären, die dann in der nächsten Sitzung nach Tagung der Lenkungsgruppe wiederum beraten und beschlossen werden. Ob dies vielleicht schon wieder in einer Präsenzsitzung erfolgen kann, wird sich dann zeigen. Dennoch scheint der Zeitplan bis zum Jahresende haltbar, um die Gründungsvereinbarung dem bischöflichen Ordinariat in Limburg vorlegen zu können und dann die Urkunde für die Errichtung der neuen Pfarrei zu erhalten.

Heimat und Weite- eine Herausforderung an die Pfarrei neuen Typs!

Lahnstein: In seiner Predigt anlässlich der Visitation der Pfarrei Sankt Martin Lahnstein stellte Bischof Dr. Georg Bätzing das Leben des Heiligen Martin in den Mittelpunkt seiner Predigt. Unter anderem beschrieb er den beliebten Heiligen als einen Menschen, der Heimat und Weite in seinem Leben Platz gab. Heimat fand er in der Mönchsgemeinde, die er gründete und in der er sich rückgebunden wusste an Jesus Christus; die Weite trug er in sich aufgrund seiner Biographie: geboren in Ungarn, aufgewachsen in der Lombardei und anschließend als Soldat an verschiedenen Orten in Frankreich stationiert und auch später als Bischof hier unterwegs. Diese Verbindung von Weite und Heimat legte der Bischof seinen Zuhörern auch als eine mögliche Option für die Fusion der beiden Pfarreien St. Martin Bad Ems/Nassau und Sankt Martin Lahnstein nahe. Vielleicht ist es gut, auf dem Weg dorthin immer mal wieder sich darauf zu besinnen, dass beides für die Pfarrei neuen Typs wichtig ist. Was aber ist bisher im Rahmen der Fusion geschehen?

Am Dienstag, 6. Oktober 2020 fand das sogenannte Auftaktgespräch für die Fusion der Pfarreien statt. Beide Pfarrgemeinderäte  wurden an diesem Abend durch Daniel Rick, Leiter der Abteilung Entwicklung der Pastoral, Achim Zenner, Abteilungsleiter der Stabsstelle Pfarreiwerdungsprozess im Bistum Limburg sowie Stefan Geller, Bezirksreferent über die Vorgehensweise zur Fusionierung der Pfarreien informiert. Gemeinsam konnte so eine Zeitleiste erstellt werden, die mit einzelnen Meilensteinen den Pfarreiwerdungsprozess festlegt. Mit Auftaktgespräch wurden Projektgruppen gebildet, die sich mit konkreten Fragen der Pfarreiwerdung beschäftigen: „Zentrales Pfarrbüro“ – „Finanzen und Verwaltung“ – „Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit“- „Entwicklung der Pastoral/Gemeinde“. Alle erarbeiteten Vorschläge werden der Steuerungsgruppe vorgelegt, die diese in einem Redaktionsentwurf für die gemeinsame Gründungsvereinbarung aufnimmt. Der Steuerungsgruppe gehören die Vorstände beider PGRs sowie zwei Vertreter der beiden Pastoral-teams, Brigitte Herget, Verwaltungsleitung und Stefan Geller, Bezirksreferent an. Die Leitung obliegt Pfarrer Armin Sturm. Insbesondere für die Gruppen „Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation“ sowie „Entwicklung der Pastoral/Gemeinde“ können sich noch Interessierte melden. Gerade die Gruppe „Entwicklung der Pastoral/Gemeinde“ wird sich mit Fragen beschäftigen, wie die pastorale Arbeit der Zukunft aussehen kann, damit auch Menschen außerhalb der Kerngemeinden angesprochen werden. Es geht ebenfalls um das Zusammenfinden der beiden ehemaligen Kirchengemeinden und um die Frage, wie gelingende Sakramentenkatechese aufgebaut werden kann. Interessierte können sich gern an das Zentrale Pfarrbüro St. Martin Bad Ems/ Nassau, Telefon: 02603/ 936920 oder st.martin@bistumbadems.bistumlimburglimburg.de wenden. „Wir freuen uns, wenn der Pfarreiwerdungsprozess von vielen kreativen Köpfen mitgetragen wird und wir so zu einer guten Basis für das zukünftige Zusammenleben kommen.“ In diesem Sinn ermutigt Pfarrer Armin Sturm zum Mitmischen und Mitmachen!

Am Ende der Redaktionsarbeit im Juli 2021 wird die Gründungsvereinbarung dem Bischöflichen                    Ordinariat zur Prüfung vorgelegt. Nach Einarbeitung der Rückmeldungen und der Anhörungsphase wird die Gründungsvereinbarung dann im Herbst 2021 unterzeichnet. 

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