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Bischof Georg feierte in Lahnstein Gottesdienst zum Visitationsende

Bischof Georg feierte in Lahnstein Gottesdienst zum Visitationsende
Bischof Georg feierte in Lahnstein Gottesdienst zum Visitationsende

Miteinander Schritte gehen und erleben, was Kirche im Aufbruch heißt – trotz Corona sei das im vergangenen Jahr im Bezirk Rhein-Lahn möglich gewesen. Davon sprach Bischof Georg Bätzing im Gottesdienst am Dienstag, 19. Januar 2021, in der Kirche St. Martin in Lahnstein. Die Messe feierte der Bischof zur Nachklausur und zum Abschluss der Visitation des Bezirks.

Zwischen August und November 2020 besuchte Bischof Georg Bätzing die drei Pfarreien des Bezirks: St. Martin Bad Ems, Heilige Elisabeth von Schönau Kamp-Bornhofen und St. Martin Lahnstein. Dabei gewann er Einblicke in das kirchliche und gesellschaftliche Leben, lernte zahlreiche Menschen und die Herausforderungen der Region kennen. Aufgrund der Corona-Pandemie konnten viele Begegnungen nur in reduzierter Weise ermöglicht werden. Trotzdem habe es während der Visitation schöne Zeichen gegeben, man habe gemeinsam Gottesdienste und Hochfeste gefeiert und einander auch gestärkt. „Es sind kirchlich gesehen keine einfachen Zeiten und auch menschlich sind alle gefordert – daher danke ich Ihnen, dass Sie da sind, dass Sie aushalten und nicht aufgeben“, so der Bischof zu den anwesenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Pfarreien.

Mit Menschen die Perspektive des Glaubens entdecken

In seiner Predigt ging der Bischof auf seine Erfahrungen aus Gesprächen, Besuchen und Begegnungen ein und benannte die Chancen, die er für die Zukunft des Bezirks sieht. Die Aussage: „Die Zeit der Volkskirche ist vorbei“ habe er während der Visitation häufig in Erinnerung gerufen. „Diese Sozialstruktur, in der Kirche-Sein, in der religiöse Sozialisation irgendwie in einem Automatismus verlief, ist vorbei und sie wird nicht wieder kommen. Wir müssen ganz andere Wege gehen, um mit Menschen die Perspektive des Glaubens zu entdecken“, ermutigte Bätzing. „Unser Glaube dient wahrhaftig dem Staunen des Lebens über unsere eigene Existenz aber auch dem Staunen darüber, dass es einen gibt, der uns dieses Leben geschenkt hat. Ich bin sehr überzeugt, dass Menschen offen sind über dieses Staunen.“

Grund zum Staunen habe er während der Visitation auch gehabt. „Oft ist es ja so: Da wo ich selbst stehe, sehe ich das Staunenswerte gar nicht“, sagte Bätzing. Daher lenkte er die Aufmerksamkeit auf verschiedene Punkte, wie beispielsweise die Kooperation mit der Kommune, die trilaterale Ökumene – mit den orthodoxen Schwestern in Kloster Arnstein und der evangelischen Kirche – oder die Musik, die in Zeiten der Pandemie so schmerzlich vermisst werde. „Es gibt das Staunenswerte, wenn wir die Perspektive umkehren; nicht danach suchen, was wir sind und was wir bedeuten, sondern wie wir Menschen dienen können“, sagte Bätzing. „Nicht der Mensch ist für den Glauben da, nicht der Mensch ist für die Kirche da, nicht der Mensch ist für den Sabbat da – sagt Jesus – sondern umgekehrt.“ 

Visitationsbericht

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