Nassau - St. Bonifatius

In der modernen Kirche St. Bonifatius und im benachbarten Gemeindezentrum sammeln sich immer wieder katholische Christen aus dem ganzen Nassauer Land. Neben der Kirche ist das ehemalige Pfarrhaus mit einer Kontaktstelle des Pfarrbüros und der Wohnung eines pastoralen Mitarbeiters.

Regelmäßige Gottesdienste:

WochentagUhrzeitWas
Sonntag
10.30 Uhr
Hl. Messe
Donnerstag
18.00 Uhr
Hl. Messe


Kontaktstelle des Pfarrbüros
Öffnungszeiten: Donnerstag, 17.00-19.00 Uhr
Tel. 02604/942212


Wegweiser:

 

Projekt Kirchenrenovierung in Nassau

Nach einer längeren Zeit der Beratung und Planung wird nun der Innenraum der Kirche St. Bonifatius in Nassau renoviert. Die Arbeiten sind geplant von Juni bis Dez. 2015.

Die Neuordnung trägt der Konzeption des Zentralbaus Rechnung und will die Grundidee "Christus als Mitte der Gemeinde" zum Ausdruck bringen. Der Kirchenbau aus dem Jahr 1964 ist zentral ausgerichtet, d. h. das Dachfaltwerk und der Grundriss beziehen sich auf die erhöhte Mitte des Kirchenraumes. Dem zentralen Gedanken des Kirchengrundrisses steht aber die Einrichtung der Kirche entgegen. Die Bankreihen sind in vier Reihen, wie in einem dreischiffigen Kirchenraum, aufgestellt.

Nun soll der zentrale Gedanke des Bauwerks auch für die Planung des Innenraums und der Einrichtung übernommen werden. So wird deutlich: Die Feier der Gegenwart Christi in Wort und Sakrament bildet die Mitte der Gemeinde, auf die sie sich ausrichtet.

Der Altarbereich wird weiter in Richtung der Mitte des Kirchenraumes verlegt. Dadurch kann auch die jetzige massive Rückwand des Altarraumes durchbrochen und die enge Sakristei vergrößert werden. Die vorhandenen Bänke werden überarbeitet und auf den Altarbereich ausgerichtet aufgestellt. Sie bleiben beweglich, um keine Löcher in den neuen Boden einzubringen und auch um den Kirchenraum durch Versetzen der Bänke flexibler nutzen zu können.

Die Gestaltung der neuen Altarinsel richtet sich nach den Linien, die die Faltung des Dachtragwerks vorgibt und nimmt damit wieder Bezug auf die Mitte. Der Altar, der Ambo und der Tabernakel werden nach einem Modell des Künstlers Hans Rams so aufgestellt und gestaltet, dass sie auf einander bezogen sind und auf einer Ebene stehen. Vor dem Tabernakel, dem Ambo gegenüber ist ein "leerer" Ort, der für das Standkreuz, den Osterleuchter oder einen dem Kirchenjahr entsprechenden Schmuck wie Adventskranz, Erntegaben oder Blumen genutzt werden kann.

Das Material soll aus den vorhandenen schwarzen Lahnmarmorplatten und Stelen genommen werden; und die noch in der ehemaligen Altarplatte befindlichen Reliquien des Hl. Bonifatius werden unter dem Altar, aber noch gut sichtbar in den Boden eingelassen. Damit wird die seit dem 4. Jahrhundert bezeugte Tradition aufgegriffen, dass Altäre über den Gräbern der Märtyrer errichtet werden, so dass deren Glaubenszeugnis und Lebenshingabe mit der Eucharistie als Feier von Tod und Auferstehung Christi verbunden wird.

Der Boden und die Stufen des Altarbereiches werden wieder mit Juramarmor ausgearbeitet. Leider kann der vorhandene Schieferboden nicht erhalten werden. Dieser ist in den Fugenbereichen komplett aufgeblättert und kann nicht abgeschliffen werden, weil die Schäden über die gesamte Plattenstärke des Belages vorhanden sind. Der Bodenbelag muss deshalb ausgetauscht werden. Vorgesehen ist ein neuer Belag aus einer schwarzen gussfähigen Masse.

Im Zuge der Neuordnung des Innenraumes wird auch die elektrische Anlage überarbeitet, um die Beleuchtung der Bankreihen zu verbessern. Außerdem werden alle Wand- und Deckenoberflächen neu gestrichen.

Die Gesamtkosten des Projekts betragen ca. 270.000,00 € brutto.

Einzelposten sind:
Schreinerarbeiten/Bänke 26.000,- €
Malerarbeiten und Gerüst 21.000,- €
Bodenbelagsarbeiten 65.000,- €
neue Altargestaltung 32.500,- €
neue Altarinsel 15.000,- €
Abdichtungsarbeiten Boden 16.000,- €
Abbrucharbeiten, 17.000,- €
Elektroarbeiten 3.000,- €

Neue Gesangbuchablagen und neue Sitzkissen sind nicht in den Kosten eingeplant. Von daher wird noch eine weitere Unterstützung durch Spenden benötigt.